Human-Sponigios/Human-Kortikalis

Als Spongiosa (abgeleitet von lat. Spongia, der „Schwamm“) wird eine Struktur innerhalb der natürlichen Knochensubstanz bezeichnet. Dieses vernetzte, schwammartige Gerüst ist im inneren Teil des Knochens zu finden und wird nach außen von der massiven Kortikalis umhüllt. Die Strukturen der Spongiosa ermöglichen eine hohe Stabilität und sorgen gleichzeitig durch die vielen Hohlräume für eine Gewichtsersparnis und hohe Flexibilität.

In den vergangenen Jahren haben sich mehrere Verfahren etabliert, die diese Human-Spongiosa und die Human-Kortikalis von Knochenspendern sammeln und für den jeweiligen Knochenersatz in den Bereichen Orthopädie und zahnärztliche Chirurgie zur Verfügung stellen. Diese Knochenspenden stammen sowohl von lebenden, als auch von toten Knochenspendern.

Bei der Human-Knochenspende handelt es sich um eine gefriergetrocknete, für die Transplantation vorgesehene, rationierte Menge dieses menschlichen Knochengewebes. Implantiert dient es zum regenerativen Aufbau geschädigter Knochenstrukturen.

Umfangreiche Untersuchungen der Spender sowie aufwendige Sterilisations- und chemische Aufbereitungsverfahren beugen dabei möglichen Infektionen mit bekannten und nachweisbaren Erregern vor. Aufgrund des humanen Ursprungs versprechen Hersteller eine schnelle, gut verlaufende Regeneration der geschädigten Knochenstrukturen. Human-Spongiosa kann sowohl in unterschiedlichen Formen eingesetzt oder als Granulat per Spritze injiziert werden.

In der Zahnarztpraxis Dres. Hollay kommen körpereigene Knochenersatzstoffe im Gegensatz zu besonders bioverträglichen, synthetischen Knochenersatzmaterialien seltener zum Einsatz.

So finden Knochenspender-Präparate vor allem dann Einsatz, wenn der zu augmentierende Bereich zu groß ist, um mit synthetischen Ersatzmaterialien ein adäquates Ergebnis erzielen zu können. Dabei wird ausschließlich Knochenersatz von Lebendspendern der Firma Botiss™ Biomaterials verwendet. Gewonnen wird dieser Knochen in der Regel bei Operationen, bei denen ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt wird. Der dort entfernte Teil des Oberschenkelknochens eignet sich hervorragend als Spendermaterial. Die dazugehörigen Knochenbanken beziehen diesen Knochen ausschließlich aus Deutschland und Österreich.

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