Prothesen

Der Begriff „Prothese“ stammt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich etwa so viel wie „vor, anstatt“ (pro) und „das Setzen, Stellen“ (thesis). Im zahnmedizinischen Sinne handelt es sich bei Prothesen um herausnehmbaren Zahnersatz. Hierzu zählen auch abnehmbare Brücken.

Verschiedene Formen von Prothesen

Bei herausnehmbarem Zahnersatz wird zwischen totalen Prothesen und Teilprothesen unterschieden, die wiederum in mehrere Untergruppen eingeteilt werden. Hierbei kann man entweder die Ausführung oder den Umfang der Teilprothese als Kriterium heranziehen:

  • Voll-Prothesen: Bei absoluter Zahnlosigkeit werden Voll-Prothesen nötig. hr Halt hängt allerdings sehr stark vom Kieferknochen ab bzw. was davon noch übrig ist – je tiefer der Kieferkamm, desto besser hält die Prothese.
  • Teilprothesen: Müssen nicht alle Zähne ersetzt werden, können auch sogenannte Teilprothesen zum Einsatz kommen.
  • Klammer-Prothesen: Sie sollten heutzutage eigentlich nur noch als Interims-Versorgung Anwendung finden, da die Klammern bei stetiger Belastung über einen längeren Zeitraum die Zähne an den Stellen schädigen, an denen sie sich festhalten.
  • Teleskop-Prothesen: Sie schonen die tragenden Zähne deutlich mehr als Klammer-Prothesen und funktionieren nach dem Doppelkronen-Prinzip. Der Zahn wird hierbei mit einer kleineren Krone versorgt, auf die dann eine größere Krone gesteckt wird, die mit dem Rest der Prothese verbunden ist. Je nach Konstruktionsart entsteht der Halt zwischen diesen Kronen durch Reibung (Friktion, Teleskop-Kronen) oder durch einen extrem feinen Flüssigkeitsfilm (Adhäsion, Galvano-Teleskop-Kronen).
  • Galvano-Teleskop-Prothesen: Sie eignen sich auch zur Herstellung abnehmbarer Brücken und bieten die Möglichkeit, sehr grazile Arbeiten zu erstellen, die nur unwesentlich größer erscheinen, als der natürliche Zahn.

Aus welchem Material werden Prothesen hergestellt?

Als Prothesenmaterial für alle Prothesenarten ist Kunststoff am besten geeignet. Denn auch wenn Keramikzähne im direkten Vergleich eventuell optisch schöner wirken, brechen diese leichter und sind nicht immer geräuschfrei beim Zusammenbeißen. Zur guten Reinigung einer Prothese hält der Handel spezielle Prothesenbürsten bereit. Als Reinigungsmittel können beispielsweise Zahnpasta oder Mundwasser – aber auch Kernseife – dienen.

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