Beissschiene

Risse im Zahnschmelz, abgesplitterte Zahnspitzen, überlastete Kiefergelenke – wer nachts mit den Zähnen knirscht (Bruxismus), richtet oft unbewusst verheerende Schäden an seinem Gebiss an. Der wirksamste und schnellste Weg für Betroffene, ihre Zähne zu schützen, ist eine Beißschiene (auch Aufbissschiene oder Okklusionsschiene). Diese besteht aus einem flexiblen Kunststoff und wird passgenau angefertigt.

Zunächst nimmt der Zahnarzt einen Abdruck, auf dessen Grundlage der Zahntechniker danach die Schiene fertigt. Der Patient stülpt sie über Nacht über seine obere oder untere Zahnreihe. Der Beißschutz verhindert nicht nur einen weiteren Abrieb der Zähne (Abrasion), er hält auch die obere und untere Zahnreihe auf Abstand, stabilisiert das Kiefergelenk und entlastet so die Kaumuskulatur.

Der Patient muss die Schiene jeden Morgen mit einer Zahnbürste, etwas Wasser und Zahnpasta reinigen. Allerdings hält sie nicht ewig – je nach Ausprägung des Knirschens ist die Schiene nach einer Dauer von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zerbissen und muss erneuert werden.

Ohnehin kann die Schutzleiste nur die akuten Symptome bekämpfen. Der Patient muss einen Weg finden, sich das Zähneknirschen abzugewöhnen. Der Zahnarzt wird im Einzelfall prüfen, welche Behandlungsmethode am erfolgversprechendsten ist, damit nachts wieder Ruhe einkehrt.

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