Barodontalgie (Höhenzahnschmerzen)

Verletzungen durch Veränderungen des umgebenden Luftdrucks heißen Barotraumata (Baro=Druck). In der Zahnmedizin werden derartige Schädigungen an Kiefer oder Zähnen unter dem Begriff Barodontalgie zusammengefasst. Allerdings kommen sie sehr, sehr selten vor.

Wie es zu Barotraumata der Zähne kommt

Infolge von Karies oder aufgrund einer schlecht sitzenden Füllung entsteht ein luft- oder gasgefüllter Hohlraum im Zahn. Fehlt dabei eine offene Verbindung zu Mundhöhle, kann es durch eine Veränderung des Außendrucks zu einem Unter- oder Überdruck in diesem Hohlraum kommen. Die Folge: Schlimme Zahnschmerzen, die erst wieder abklingen, wenn sich der Außendruck normalisiert!

Immer noch sehr selten, aber dennoch etwas bekannter, ist das Barodontalgie-Phänomen unter Tauchern – und auch beim Fliegen oder Bergsteigen kommt es in Ausnahmefällen zu schmerzhaften Höhenzahnschmerzen.

Höhenzahnschmerzen behandeln

Zwar lassen die Zahnschmerzen unter normalen Druckverhältnissen meist umgehend nach. Doch sollte die Ursache (Loch im Zahn, schlecht sitzende Füllung etc.) unbedingt von einem Zahnarzt beseitigt werden. Glücklicherweise treten druckbedingte Zahnschmerzen ausschließlich bei bereits erkrankten Zähnen mit insuffizienten Füllungen oder infizierten Nerven (Pulpitis) auf. Gesunde Zähne und ordentlich verklebte Füllungen sind dagegen völlig druckdicht.

Sollten doch einmal bei zahngesunden Menschen vergleichbare Zahnschmerzen auftreten, sind das meist Nebenerscheinungen aus anderen Regionen wie den Nasennebenhöhlen oder den Ohren. Besonders stressexponierte Menschen wie Kampfpiloten oder Tiefseetauchern neigen dagegen gelegentlich zu unnatürlichen Kaubewegungen oder Zähnepressen (Bruxismus), wodurch es ebenfalls zu Schmerzen kommen kann.

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