Antibiotika

Entzündungen in der Mundhöhle sind in aller Regel die Folge einer starken Vermehrung von Bakterien. Bei einer ausgedehnten Karies, die bis in den Nervraum reicht, können die Keime Infektionen im Zahnmark (Pulpitis), des Zahnfleischs (Gingivitis) oder des Zahnhalteapparats (Parodontitis) verursachen.

Bei Antibiotika handelt es sich um Medikamente, die Bakterien abtöten. Trotzdem setzt der Zahnarzt sie längst nicht bei jeder Entzündung ein: Bei einer Parodontitis zum Beispiel reicht es meist aus, die bakterienhaltigen Beläge (Plaque) zu beseitigen, die sich in der Furche zwischen Zahn und Zahnfleisch angesammelt haben (Kürettage). Nur bei besonders aggressiven Formen ist zusätzlich die Vergabe von Antibiotika nötig.

Manchmal verabreichen Zahnärzte Antibiotika auch aus prophylaktischen Zwecken, zum Beispiel, um bei Patienten mit geschwächtem Abwehrsystem oder einer bekannten Herzerkrankung während eines Eingriffs das Risiko einer sogenannten Bakteriämie (Eindringen von Bakterien aus dem Mund in die Blutbahn) zu senken.

Je öfter Antibiotika eingesetzt werden, umso weniger helfen sie jedoch, weil die Keime resistent gegen die Wirkstoffe werden können. Zudem gelten Antibiotika zwar im Allgemeinen als gut verträglich. Allerdings kann es auch bei ihnen zu Nebenwirkungen kommen. Dazu zählen Allergien, Magen-Darm-Beschwerden und Pilzinfektionen.

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